change language     -        


Megadeal mit Monsanto: Übernahme durch Bayer stärkt Leverkusen und Monheim

May 30, 2018, 10:03 pm

Type: industrie

       




news_image

Folgen für die Mitarbeiter

Für die Beschäftigten in der Region wird sich durch die Fusion nicht viel ändern. Die Zentrale der Agrochemie bleibt in Monheim, Bayers Agrochemie-Chef Liam Condon wird die Sparte führen. Auch am Hauptsitz von Monsanto in Saint Louis wird nicht gerüttelt werden. Von dort wird das US-Geschäft gesteuert. Da es keine Überschneidungen mit Monsanto in Europa gebe, habe die Übernahme keine Auswirkungen auf die Zahl der Mitarbeiter in Monheim und Leverkusen. Das habe man sich vom Vorstand zusichern lassen, sagt der Betriebsrat. Allerdings werden viele Beschäftigte bald die BASF als neuen Arbeitgeber haben. Dass mit den Ludwigshafenern ebenfalls ein deutsches Traditionsunternehmen das Sagen hat, ist für die Arbeitnehmervertreter eher beruhigend. Sie gehen von fairen Übergangslösungen aus.

Was Bayer abgeben muss

Der Leverkusener Konzern muss aber mehr Geschäftsanteile an BASF verkaufen als ursprünglich erwartet: Für 7,6 Milliarden Euro wird unter anderem das Gemüse- und Feldsaatgut-Geschäft, Aktivitäten bei „Digital Farming“ sowie das weltweite Geschäft mit Glufosinat-Ammonium abgegeben. Diese Bereiche stehen für einen Umsatz von 2,2 Milliarden Euro.

Wer noch Ja sagen muss

Insgesamt müssen Genehmigungen in rund 30 Ländern eingeholt werden, da Bayer und Monsanto fast rund um den Globus Geschäfte machen. Die EU und die den USA waren neben Brasilien die wichtigsten Hürden. Von den größeren Industrienationen fehlen nun noch Kanada und Mexiko.

Kritische Stimmen

Die organisierten Kritiker von der „Koordination gegen Bayer-Gefahren“ kommentierten die nun nicht mehr aufzuhaltende Übernahme so: „Keine Nation wagt es offensichtlich, der von Bayer & Co. betriebenen ökonomischen Neuordnung der Welternährung etwas entgegenzusetzen.“ Axel Köhler-Schnura aus dem Vorstand der Koordination, der Bayer seit Jahrzehnten piesackt, hält den Deal für eine „Katastrophe für die Weltbevölkerung und den Planeten“.

Nur noch vier Unternehmen teilten das weltweite Agrargeschäft unter sich auf, und Bayer stehe unangefochten an der Spitze: Bei den Gen-Pflanzen komme der Konzern jetzt auf einen Marktanteil von rund 90 Prozent, bei den Pestiziden auf einen von mehr als 20 Prozent. Auf Bayer mit Monsanto entfalle ein Viertel aller Patente im Landwirtschaftsbereich. Und mit der digitalen Landwirtschaft rüste sich der Konzern, „zum Google der Felder aufzusteigen und mit Apps, Wetter-Daten und Drohnen Zugriff noch auf die letzte Ackerkrume zu nehmen“.





Dass auch einigen Aktionären nicht ganz wohl ist bei der Übernahme, hatte sich auf der Hauptversammlung gezeigt. Vorigen Freitag wurde die Befürchtung formuliert, Monsantos schlechtes Image könne auf Bayer abfärben. So steht Monsanto wegen des Pestizids Glyphosat in der Kritik, das nach dem Willen maßgeblicher Politiker in Europa bald von den Feldern verschwinden soll.

Die letzten, nicht sehr guten Bayer-Zahlen mündeten zudem in der Mahnung an den Vorstand, im Fusionsfieber das heutige Kerngeschäft nicht zu vernachlässigen.

Was der Covestro-Chef sagt

Anzeige

Bei Markus Steilemann, dem neuen Chef der von Bayer ausgegliederten Kunststoff-Firma Covestro, weckte der Deal am Mittwoch keine großen Emotionen. „Wir haben seit der Zeit des Börsengangs nicht mehr viel miteinander zu tun“, sagte er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Bayer halte noch sieben Prozent der Covestro-Aktien, die geplante Übernahme von Monsanto sei eine „unternehmerische Entscheidung, die wir nicht zu bewerten und zu kommentieren haben“, so Steilemann, der bis zur Ausgliederung unter dem Bayer-Dach Karriere gemacht hatte. Grundsätzlich sei die Ausrichtung der Ex-Mutter auf Agrochemie und Pharma „sicherlich die richtige strategische Entscheidung“.

 


Quelle: msn



allnews_image

Zur Zeit geht es in den Medien heiß her. Ein Bottroper Apothker soll seid 2005 Krebsmedikamente falsch dosiert und sogar gestreckt haben. Es sollen rund 3.700 Menschen betroffen sein. Die Dunkelziffer könnte laut Experten aber deutlich höher ausfallen.

Voir plus


allnews_image

Der spanische Außenminister erklärt, warum sein Land das Flüchtlingsschiff "Aquarius" aufgenommen hat - und beklagt, dass Europa in der Migrationspolitik nicht das Hirn einschaltet.

Voir plus



allnews_image

Die Bundesregierung hat bislang keine Beweise aus London zum Fall Skripal bekommen. Die deutschen Nachrichtendienste haben keine Erkenntnisse, dass Russland für den Giftanschlag verantwortlich sein könnte.

Voir plus


allnews_image

Düsseldorf Elektronische Fußfessel, WhatsApp-Überwachung und bis zu einem Monat Polizeigewahrsam - NRW soll noch vor der Sommerpause sein bisher schärfstes Polizeigesetz bekommen. Die Kritik ist groß. Aber Proteste ähnlich wie in Bayern bleiben aus.

Voir plus


allnews_image

Bäume produzieren den Sauerstoff, den wir zum Leben brauchen. Aber immer wieder ist die Rede von Waldsterben, -bränden und Rodungen. Gleichzeitig steigt die Zahl der Weltbevölkerung. Gibt es bald nicht mehr genug Bäume für uns alle?

Voir plus


allnews_image

Ein Flug von Gran Canaria nach Amsterdam hat am Dienstagabend in Faro, Portugal, einen Zwischenstopp einlegen müssen. Der Grund: Ein Passagier roch so stark, dass Mitreisende sich teilweise übergeben mussten.

Voir plus


allnews_image

Milch hat so viele Kalorien, dass sie nicht als Getränk, sondern als Lebensmittel gilt. Daneben liefert sie dem Körper wichtige Nährstoffe und Kalzium. Trotzdem warnen viele vor dem Konsum - zu Recht?

Voir plus


allnews_image

Der einstige Tech-Guru Jaron Lanier plädiert in seinem neuen Buch dafür, sich von sozialen Netzwerken zu verabschieden: Die Webdienste füllten ihre Nutzer mit dem Zorn der Unsicherheit - mit drastischen Konsequenzen.

Voir plus


allnews_image

In wenigen Stunden gelten die US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus der EU. Was will die US-Regierung? Wie reagiert Brüssel? Was bedeutet der Schritt für Konsumenten? WELT beantwortet die wichtigsten Fragen.

Voir plus


allnews_image

Es ist die größte Übernahme eines deutschen Unternehmens im Ausland. Leverkusen und das benachbarte Monheim gewinnen mit dem Kauf von Monsanto durch Bayer weiteres Gewicht in der globalen Wirtschaft. Weitere Aspekte des Deals im Überblick.

Voir plus


allnews_image

Am 29. Mai 1993 töteten Rechtsextreme fünf Menschen in Solingen. Mehmet Daimagüler war damals in der FDP aktiv, heute vertritt er Opfer der NSU-Anschläge.

Voir plus


allnews_image

Rom (Reuters) - Rund drei Monate nach der Wahl in Italien sind die populistische 5-Sterne-Bewegung und rechtsextreme Lega mit ihrer geplanten Regierungsbildung gescheitert.

Voir plus


allnews_image

Mal so, mal so: US-Präsident Trump verspielt Amerikas Glaubwürdigkeit. Seine Irrlichterei folgt keiner außenpolitischen Linie, sondern Gefühlen.

Voir plus


allnews_image

Deutschland im Verpackungswahn: schnell noch einen »Coffee to go« oder ein Wasser aus der Plastikflasche für unterwegs und zu Mittag einen Salat aus der Plastikschüssel mit Einwegbesteck aus Kunststoff. Im Supermarkt landen Brot, Wurst, Käse, Obst, Gemüse

Voir plus




allnews_image

Ein aktueller EU-Bericht belegt erneut: Deutschlands Grundwasser hat ein Nitratproblem. Schuld ist vor allem die Landwirtschaft. Es wird teils Jahrzehnte dauern, bis sich die Lage bessert.

Voir plus


allnews_image

Cette année, après quatre décennies d'essais infructueux, l'agence spatiale américaine a testé avec succès un prototype de réacteur qui pourrait alimenter des colonies lunaires ou martiennes.

Voir plus


allnews_image

L’isolement social chronique a des effets qui fragilisent la santé mentale des mammifères, souvent associé, par exemple, à la dépression et au trouble de stress post-traumatique chez les humains. Une récente étude suggère aujourd’hui que cet isolement soc

Voir plus


allnews_image

Parlement européen, réception collective puis tête-à-tête chez Macron, VivaTech : le PDG de Facebook mène une campagne de visites européennes, en évitant Londres.

Voir plus


allnews_image

Suite à la présentation par Jean-Louis Borloo le 26 avril dernier d’un rapport ambitieux, c’est mardi 22 mai que le président de la République détaillera son programme pour améliorer la vie des habitants des quartiers défavorisés, non pas avec de "grands

Voir plus