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Unser Müllproblem

May 26, 2018, 11:20 pm

Type: Erde

       




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Unser moderner Lebensstil mag bequem sein - gut für die Umwelt ist er nicht:

Jeder Deutsche erzeugt pro Kopf mehr Abfall als die Bürger der meisten anderen EU-Staaten. Wo im Land entsteht der meiste Müll? Eine Antwort gibt die Abfallbilanz des Statistischen Bundesamts. Aber Bilanz ist nicht gleich Bilanz: Die Müllmengen sind stark davon abhängig, wie die Entsorgung in den Kommunen organisiert ist. In einigen Städten holen die kommunalen Entsorger auch die Abfälle kleiner Unternehmen ab. In anderen werden diese überwiegend von privaten Unternehmen eingesammelt. Somit sind einige Landkreise, die auf der Müllkarte gut abschneiden, vielleicht gar nicht so grün, wie sie scheinen:
»Nie werde ich den Tag vergessen, an welchem der ganze Ärger begann. »Guck mal, Ingrid, unsere Mülltonne hat gejungt. Da stehen jetzt drei statt einer!«, hatte ich verblüfft ausgerufen. »Und die Kleinen haben auch schon ganz merkwürdige Namen! Die niedliche grüne heißt »Altglas« und die süße blaue »Altpapier«!«

So beginnt Robert Gernhardts Kurzgeschichte »Umweltbewusstsein« aus dem Jahr 1986, an deren Ende die Protagonistin vor lauter Sortiererei dem Wahnsinn nahe ist. 1991 wurde in Deutschland schließlich mit dem Grünen Punkt die Mülltrennung für Fortgeschrittene eingeführt - Gernhardts Tonne bekam in vielen Städten noch ein gelbes Junges. Rund dreißig Jahre später sind die Deutschen stolz auf ihr Image als Recycling-Weltmeister. Und wirklich, in den offiziellen Statistiken belegt Deutschland tatsächlich einen Spitzenplatz.

Doch es gibt Zweifler: Thomas Obermeier von der Deutschen Gesellschaft für Abfallwirtschaft (DGAW) etwa bezeichnet die Statistik als »Quotenzauber«. Denn die Berechnung erfolgt so, dass der gesamte Abfall, der in eine Recyclinganlage transportiert wird, automatisch als recycelt gilt. Wie viel während des Recyclings aussortiert und am Ende doch verbrannt wird, spielt keine Rolle. So kommt das Statistische Bundesamt bei den Siedlungsabfällen - das ist Haushaltsmüll plus sonstige Abfälle wie zum Beispiel Straßenkehricht - auf eine Recyclingquote von 67 Prozent. Nach Berechnungen der DGAW liegt die tatsächliche Recyclingquote jedoch nur zwischen 38 und 40 Prozent: Der Rest wird oft verfeuert. In Obermeiers Rechnung gibt die tatsächliche Recyclingquote an, wie viel Prozent des jeweiligen Abfalls wieder in der Wirtschaft oder Landwirtschaft eingesetzt werden kann.

Das Recycling funktioniert unterschiedlich gut: Es kommt auf den Stoff an. Beim Restmüll ist die Wiederverwertung wegen der vielen Materialien schwierig, sie liegt nur bei fünf Prozent. Bei Glas und Papier ist die Erfolgsquote höher, weil die Bürger besser vorsortieren. Kunststoffe wiederum sind problematischer, hier werden nur Recyclingquoten zwischen 20 und 50 Prozent erreicht:

Viele Verbraucher haben ein gutes Gewissen, wenn sie ihren Müll trennen. Doch so einfach ist es nicht: Millionenfach wird unser Abfall ins Ausland exportiert, wo er auf unkontrollierten Halden verrottet. Oft landet er auch im Meer: In den Ozeanen und sogar in der Arktis findet sich mittlerweile Mikroplastik.

Bioplastik - die Lösung?

Es klingt verheißungsvoll: Bioplastik. Man denkt an naturbelassene grüne Wiesen, auf denen Kühe weiden - und greift zu. Bio ist in der Vermarktungsbranche längst zum Kampfbegriff geworden, vermeintlich Grünes boomt, die Zielgruppen wachsen und wachsen. Jetzt also Plastik. Dabei ist die Idee dahinter nicht neu: Bis in die 1930er-Jahre nutzte man zur Kunststoffherstellung beinahe ausschließlich nachwachsende Rohstoffe. Der Amerikaner Charles Goodyear erhitzte Kautschuk und vermengte ihn mit Schwefel. So entdeckte er das Gummi. 38 Jahre nach Goodyears Tod benannten die Gründer eines bis heute bedeutenden Reifenherstellers ihre Firma zu seinen Ehren.

In den 1860er-Jahren las der Unternehmer John Wesley Hyatt den Aufruf einer New Yorker Firma, die Billardkugeln herstellte. Dem Erfinder eines Materials, mit dem man bei der Herstellung von Billardkugeln auf das teure Elfenbein verzichten konnte, versprach sie 10 000 US-Dollar. Bei seinen Experimenten stieß er schließlich auf einen Werkstoff, den er Zelluloid nannte. Ob er die ausgelobte Prämie erhielt, ist nicht überliefert, aber Hyatt wurde auch so reich: Er meldete sein Zelluloid zum Patent an und gründete eine Firma.

Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs setzte die Kunststoffindustrie auf die fossilen Rohstoffe Erdöl und Erdgas, die damals unschlagbar günstig waren. Und so fristen Biokunststoffe bis heute ein Nischendasein:

Biokunststoff - das klingt ökologisch und umweltfreundlich. Viele Geschäfte bieten heute Tragetaschen aus Bioplastik an. Aber sind Plastiktüten aus Biopolymeren wirklich ökologischer als herkömmliche Tragetaschen? Nicht unbedingt:

Zunächst lassen sich Kunststoffe nach zwei Kriterien unterscheiden: nach ihren Ausgangsstoffen und ihrer Abbaubarkeit. So können sie entweder aus fossilen oder nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und biologisch abbaubar sein - oder nicht.

Bei konventionellen Kunststoffen sieht das so aus:

Bei den Biokunststoffen unterscheidet man drei Kategorien. Ab wann ein Kunststoff als biologisch abbaubar gelten darf, ist streng geregelt: Voraussetzung ist unter anderem, dass sich das Material nach zwölf Wochen zu 90 Prozent zersetzt haben muss, und zwar in Teile, die kleiner als zwei Millimeter sind.

In die erste Kategorie fallen Kunststoffe, die zwar aus fossilen Rohstoffen bestehen, aber dennoch biologisch abbaubar sind:

In der zweiten Kategorie finden sich die sogenannten biobasierten Kunststoffe, die mindestens zum Teil aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt sind. Dazu zählt Bio-PET, das etwa zu 30 Prozent aus Zuckerrohr und zu 70 Prozent aus fossilen Rohstoffen besteht:





Die dritte Kategorie bilden Biokunststoffe, die sowohl zum Teil auf nachwachsenden Rohstoffen basieren, als auch biologisch abbaubar sind:

»Kompostierbar« - das Umweltbundesamt findet, dieses Prädikat führe die Verbraucher in die Irre. Denn viele Biokunststoffe zerfallen nur unter Laborbedingungen optimal. Und was passiert nach der in der Norm geforderten Abbaubarkeit von zwölf Wochen? Bislang ist das noch nicht erforscht - genauso wenig, wie sich das Bioplastik im Wasser verhält. Zerfällt es komplett oder wird es zu Mikroplastik, das in den Mägen der Fische landet?

Die Entsorger fürchten deshalb um die Reinheit ihres Komposts.

Sie dulden in ihren Anlagen keine Biokunststoffe. Deren einziger Vorteil liege darin, dass sie teilweise oder ganz aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wurden, so die Bundesgütegemeinschaft Kompost.

Bei der Stadtreinigung Hamburg wird man noch deutlicher: Biopolymere seien »ein Produkt, das keinem so richtig hilft«. Zusammen mit 22 anderen norddeutschen Entsorgungsunternehmen haben die Hamburger deshalb eine Kampagne gestartet, um nicht nur herkömmliche Kunststoffe, sondern ausdrücklich auch die »angeblich kompostierbaren Plastiktüten« aus der braunen Tonne zu verbannen. Anke Boisch, die das Kompostwerk Bützberg nördlich von Hamburg leitet, erklärt im Video, warum:

Problematisch ist bei Bioplastik auch die Wiederverwertung. »Bislang fehlt die entsprechende Infrastruktur, denn eine sortenreine Trennung lohnt sich bisher nicht«, so Philipp Sommer von der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Bei der DUH rechnet man nicht damit, dass sich das in näherer Zukunft ändert. Außerdem wird die chemische Struktur der typischen Biokunststoffe zum Nachteil: Die Polymerketten, die dem Material Stabilität verleihen, sind kürzer als bei herkömmlichem Plastik. Durch den Recyclingprozess werden sie weiter zerstückelt. Bei den Biokunststoffen leidet darunter die Qualität vergleichsweise schnell.

Die Recycler sehen den Biokunststoff deshalb genauso ungern wie die Kollegen im Kompostwerk. Damit sie das Plastik als Wertstoff verkaufen können, muss es möglichst rein sein.

»Das Bioplastik ist da ein Albtraum, es macht die Qualität kaputt«, so Reinhard Fiedler von der Stadtreinigung Hamburg. Und so wird die Plaste vom Feld auch hier aussortiert – und landet im Feuer.

Anders sieht es bei den sogenannten Drop-in-Biokunststoffen wie Bio-PET aus. Sie ahmen den molekularen Aufbau von herkömmlichen Kunststoffen nach und können mit ihnen zusammen recycelt werden. Allerdings kommen sie selten ohne einen fossilen Anteil aus, sind in der Regel nicht biologisch abbaubar und deutlich teurer als ihre Konkurrenten aus Öl.

Deutschland verbrauchte im Jahr 2015 rund 10,1 Millionen Tonnen Kunststoffe. Würde man für eine solche Menge an Biokunststoffen Pflanzen anbauen, stände man vor einem ähnlichen Problem wie beim Biokraftstoff: Der Flächenverbrauch wäre enorm.
Eine Studie der Universität Pittsburgh kommt zu dem Ergebnis, dass Biokunststoffe der dritten Kategorie im Vergleich zu konventionell hergestellten kaum ökologische Vorteile bieten. Der CO2-Ausstoß ist genauso hoch.

Kompostiererin Boisch jedenfalls hat genug vom Bio-Versprechen an der Supermarktkasse: »Außer zur Verbrennung sind die Biokunststoffe zu nichts zu gebrauchen«.

Endlich müllfrei - drei Wege

Weg 1: Die Forscher

»Die Plastikfresser kommen«, »Leibspeise PET«: Es war eine Sensation, als japanische Forscher im Jahr 2016 verkündeten, sie hätten ein Bakterium entdeckt, das sich von PET ernährt: Ideonella sakaiensis hatten die Wissenschaftler es getauft, benannt nach der Hafenstadt Sakai, wo sie es im Abfall einer Recyclinganlage aufgespürt hatten. Könnten diese mikroskopisch kleinen Bakterien unser riesenhaftes Müllproblem lösen?

Bisher sind die Mikroorganismen dafür schlicht zu langsam: Bei einer Temperatur von 30 Grad Celsius brauchen sie circa sechs Wochen, um einen Tesafilm-dicken Streifen PET zu zerlegen.

Doch nicht nur in Japan erforschen Wissenschaftler und Unternehmer, welche Wege es in die müllfreie Zukunft geben könnte: Pragmatische Ansätze, Spinnerei, manchmal ein bisschen von beidem. Die einen wollen den Kunststoff ökologischer machen, andere setzen auf eine Zweitverwertung von Plastikmüll. So hat beispielsweise das US-Start-up ByFusion eine Maschine entwickelt, die ohne Zugabe von Kleber oder Ähnlichem den Plastikschrott zu Baumodulen zusammenpresst. Diese Blöcke können dann beim Hausbau eingesetzt werden.

Weg 2: Die Kreativen

Vor allem in jungen, großstädtischen Milieus probiert die Zero-Waste-Bewegung den kompletten Verzicht auf alle Verpackungen. Noch sind Geschäfte, die alles unverpackt anbieten, selten. Und ob sich die Idee wirklich großflächig umsetzen lässt, ist zweifelhaft: Wer geht schon morgens mit Schüsseln und Schraubgläsern aus dem Haus, weil er abends noch einkaufen muss?

Aber ist es überhaupt sinnvoll, permanent den Verzicht zu predigen? Der Chemiker Michael Braungart, Professor an der Erasmus-Universität Rotterdam, sieht das anders. Er fordert mehr Kreativität - und Hightech:

Weg 3: Wir alle

Es hilft alles nichts: Wir müssen umdenken. Bis all die neuen Ideen wirklich umgesetzt und in allen Winkeln des Planeten ankommen werden, wird es dauern. Zu lange.

Was also kann jeder Einzelne beitragen im Kampf gegen die Müllmassen?

Wirklich ökologisch sind nach Auffassung der Deutschen Umwelthilfe nur Mehrwegsysteme oder -verpackungen.

Aber auch bei den schnelllebigen Produkten kommt es auf die richtige Entscheidung an. Viele versuchen bereits, an der Supermarktkasse auf Plastiktüten zu verzichten, oder wählen beim Einwegbecher die Biovariante. Was ist dran an den »ökologischeren« Alternativen - ist die Papiertüte immer besser als die aus Plastik?

Finden Sie hier die beste Alternative:





Tragetaschen

Papiertüte



Nicht ganz: Der Griff zur Papiertüte ist nicht automatisch die bessere Entscheidung.

Für ihre Herstellung sind besonders feste Fasern notwendig, die unter Chemikalieneinsatz hergestellt werden. Außerdem wird mehr Material als bei einer Plastiktüte verbraucht. Ökologisch sinnvoll ist die Papiertüte erst ab der dritten oder vierten Verwendung.

Am besten benutzt man die Papiertüte möglichst häufig.

Die bessere Alternative

Der Stoffbeutel ist unter den hier aufgeführten Möglichkeiten die beste Alternative. Aber auch sie muss mindestens 30-mal benutzt werden, um keinen negativen Effekt auf Umwelt und Klima zu haben.

Wer es noch besser machen möchte, nimmt zum Einkaufen eine Tasche aus recyceltem Kunststoff.

 

Stoffbeutel



Super!

Der Stoffbeutel ist unter den hier aufgeführten Möglichkeiten die beste Alternative. Aber auch sie muss mindestens 30-mal benutzt werden, um keinen negativen Effekt auf Umwelt und Klima zu haben.

Wer es noch besser machen möchte, nimmt zum Einkaufen eine Tasche aus recyceltem Kunststoff.

Plastiktüte



Leider nein! Die Plastiktüte ist leider nicht die beste Alternative.

Auch nicht die aus Biokunststoff (siehe Kapitel 2)

Die Frage ist, was mit der Plastiktüte nach ihrem Gebrauch passiert.

Recycling: In Europa werden nur sieben von hundert Plastiktüten recycelt, dadurch gehen 90 Prozent der Rohstoffe verloren.

Verbrennung: Werden Plastiktüten nach Benutzung verbrannt, kann ein Teil der Energie für die Herstellung neuer Tüten zurückgewonnen werden. Insgesamt führt dies jedoch zu einer Klimabelastung, weil die zurückgewonnene Energie in der Müllverbrennung deutlich geringer ist als die zur Herstellung eingesetzte.

Wenn es doch eine Plastiktüte sein muss, sollte sie möglichst oft benutzt werden.

Die bessere Alternative
Der Stoffbeutel ist unter den hier aufgeführten Möglichkeiten die beste Alternative. Aber auch sie muss mindestens 30-mal benutzt werden, um keinen negativen Effekt auf Umwelt und Klima zu haben.

Wer es noch besser machen möchte, nimmt zum Einkaufen eine Tasche aus recyceltem Kunststoff.

Kaffeebecher für unterwegs

Standardbecher

  Pappe mit Kunststoffbeschichtung

Leider nein! Der Standardbecher ist nicht die beste Alternative.

Für die Herstellung von Einwegbechern werden in der Regel neue Papierfasern benutzt. Hinzu kommt eine Beschichtung aus Kunststoff, für deren Produktion fossile Rohstoffe verwendet werden. Ein durchschnittlicher Einwegbecher besteht in der Regel zu fünf Prozent aus dem Kunststoff Polyethylen - dazu kommen noch der Plastikdeckel und gelegentlich Rührstäbchen, Papiermanschetten oder Tragehilfen aus Pappe.

Die bessere Alternative

Der Einwegbecher »Recycling« ist unter den hier aufgeführten Möglichkeiten die beste Alternative. Aber: Der Einsatz von Recyclingmaterial vermindert zwar den Ressourcenbedarf, kann ihn jedoch nicht kompensieren. Nur ein Teil des benötigten Materials besteht aus Recyclingfasern, der Rest ist ressourcenintensives Neumaterial. Darüber hinaus verbraucht die Produktion von Recycling-Bechern ebenfalls Wasser, Energie, Holz, Kunststoff und Chemikalien.

Wer es noch besser machen möchte, nimmt einen Mehrwegbecher.

Einwegbecher »Recycling«

  Pappe mit Recyclinganteil und (Bio-)Kunststoffbeschichtung

Sehr gut! Der Einwegbecher »Recycling« ist unter den hier aufgeführten Möglichkeiten die beste Alternative.

Der Einsatz von Recyclingmaterial vermindert zwar den Ressourcenbedarf, kann ihn jedoch nicht kompensieren. Nur ein Teil des benötigten Materials besteht aus Recyclingfasern, der Rest ist ressourcenintensives Neumaterial. Darüber hinaus verbraucht die Produktion von Recycling-Bechern ebenfalls Wasser, Energie, Holz, Kunststoff und Chemikalien.

Wer es besser machen möchte, nimmt einen Mehrwegbecher.





Einwegbecher »Bio«

  Pappe mit Biokunststoffbeschichtung

Leider nein! Der Einwegbecher »Bio« ist nicht die beste Alternative.

Bei Verbrauchern gelten Einwegbecher-Modelle mit Biokunststoffbeschichtungen oft als besonders umweltfreundlich. Jedoch belasten diese Becher die Umwelt ähnlich stark wie normale Wegwerfbecher. Biokunststoffe schneiden in der Umweltbilanz nicht besser ab als konventionelle (Kapitel 2). Die größte Umweltauswirkung hat jedoch die Herstellung des Papieranteils. Kompostierbare Einwegbecher, die in Kompostanlagen gelangen, werden häufig als Störstoff aussortiert und verbrannt.

Die bessere Alternative

Der Einwegbecher »Recycling« ist unter den hier aufgeführten Möglichkeiten die beste Alternative. Aber: Der Einsatz von Recyclingmaterial vermindert zwar den Ressourcenbedarf, kann ihn jedoch nicht kompensieren. Nur ein Teil des benötigten Materials besteht aus Recyclingfasern, der Rest ist ressourcenintensives Neumaterial. Darüber hinaus verbraucht die Produktion von Recycling-Bechern ebenfalls Wasser, Energie, Holz, Kunststoff und Chemikalien.

Wer es noch besser machen möchte, nimmt einen Mehrwegbecher.

 

Getränkeverpackungen

Einweg-Glasflasche

Ein eindeutiges Nein! Die Einweg-Glasflasche ist nicht die beste Alternative.

Die Einweg-Glasflasche hat eine schlechte Umweltbilanz. Zwar lässt sich Glas fast beliebig oft recyceln, doch ist der Energieaufwand sehr hoch, wodurch die Klimabilanz schlecht ausfällt.

Leider gibt es bei den vier Alternativen der Einweg-Getränkeverpackungen keine Empfehlung:
Die beste Alternative ist eindeutig Mehrweg, am besten regional. Glasflaschen in Mehrwegsystemen lassen sich rund 60-mal befüllen. Bei langen Distanzen ist jedoch die Plastikmehrwegflasche die bessere Wahl. Wegen ihres geringeren Gewichts spart ihr Transport im Vergleich zu Glas Kraftstoff.

 

Einweg-Plastikflasche

Hm, eher nicht. Leider gibt es bei den vier Alternativen der Einweg-Getränkeverpackungen keine Empfehlung

Stündlich werden in Deutschland zwei Millionen Einweg-Plastikflaschen verkauft. Ihr Anteil an allen Getränkeverpackungen liegt bei 54 Prozent.
Die Umweltbilanz bei Einweg-Getränkeverpackungen ist schwer zu bilanzieren, weil sie von vielen Faktoren abhängt: Energieeinsatz bei der Herstellung und Transport, Recyclingquote. Die Plastikflasche ist aufgrund der wachsenden Müllproblematik nicht zu empfehlen.

Die beste Alternative ist eindeutig Mehrweg, am besten regional. Glasflaschen in Mehrwegsystemen lassen sich rund 60-mal befüllen. Bei langen Distanzen ist jedoch die Plastikmehrwegflasche die bessere Wahl. Wegen ihres geringeren Gewichts spart ihr Transport im Vergleich zu Glas Kraftstoff.

 

Getränkekarton

kunststofflaminiert

Hm, eher nicht. Leider gibt es bei den vier Alternativen keine Empfehlung

Lange Zeit galt der Getränkekarton als ökologisch beste Variante unter den Getränke-Einwegverpackungen. Sie bestehen oft aus einem Verbund von Kunststoff, Aluminium und Papier und einem Verschluss aus Plastik. Ihre Herstellung ist energieaufwendig. Nur rund 36 Prozent der Getränkekartons werden recycelt.

Die beste Alternative ist eindeutig Mehrweg, am besten regional. Glasflaschen in Mehrwegsystemen lassen sich rund 60-mal befüllen. Bei langen Distanzen ist jedoch die Plastikmehrwegflasche die bessere Wahl. Wegen ihres geringeren Gewichts spart ihr Transport im Vergleich zu Glas Kraftstoff.

 

Dose

Ein eindeutiges Nein! Die Dose ist nicht die beste Alternative.

Als eine der schlechtesten Getränkeverpackungen gilt die Dose. Ihre Herstellung ist nicht nur energieaufwendig, sondern führt durch den Abbau von Bauxit- oder Eisenerzen unmittelbar zu Umweltzerstörung und der Produktion von giftigen Abfallstoffen. Auf jede Tonne Aluminium kommen bis zu vier Tonnen giftiger Rotschlamm.
Im Vergleich zur Einweg-Glasflasche lässt sie sich jedoch verhältnismäßig gut und günstig recyceln.

Leider gibt es bei den vier Alternativen der Einweg-Getränkeverpackungen keine Empfehlung:
Die beste Alternative
ist eindeutig Mehrweg, am besten regional. Glasflaschen in Mehrwegsystemen lassen sich rund 60-mal befüllen. Bei langen Distanzen ist jedoch die Plastikmehrwegflasche die bessere Wahl. Wegen ihres geringeren Gewichts spart ihr Transport im Vergleich zu Glas Kraftstoff.

Egal, ob uns am Ende ein japanisches Bakterium rettet oder die Hightech-Ideen von Michael Braungart. Um unsere Müllkrise zu lösen, sind alle gefragt: Hersteller, Politiker und jeder einzelne Konsument. Denn wie es aussieht, gibt es keinen Königsweg in eine nachhaltige Zukunft. Es sind mindestens drei. Die mögen lang sein, unbequem und steinig sowieso.

Aber sie sind die einzigen, die in die richtige Richtung weisen.


Quelle: Spiegel



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