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Pharmakonzern macht Kasse: 3000-Euro-Medikament kostet jetzt 33.000 Euro - ganz legal

February 13, 2018, 5:25 pm

Type: Gesundheit

       




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Das ARD-Politikmagazin „Kontraste“ berichtet am heutigen Donnerstag über die Geschäftsmasche des Schweizer Pharmakonzerns. So gebe es zwischen dem Wirkstoff „Ocrelizumab“ im neuen Medikament Ocrevus und dem 20 Jahre alten Wirkstoff „Rituximab“ kaum Unterschiede. Letzterer wird als Medikament seit langem erfolgreich bei Multipler Sklerose eingesetzt.

 

Deutlich unterschiedlich ist der Preis: Während die alte Therapie pro Patient 3000 Euro kostete, ist es nun das 11-fache, berichtet das Magazin. Beide Wirkstoffe stammen von Roche, doch für den alten „Rituximab“ ist das Patent abgelaufen. Für den neuen Wirkstoff, der sich vom alten nicht wesentlich unterscheide, gebe es nun ein neues Patent – und Roche kann an der Preisschraube drehen.

Nur noch das teure Medikament zugelassen

Problematisch für Ärzte und Krankenkassen sei jedoch, dass das alte Mittel zwar seit Jahren für die Behandlung von Multipler Sklerose eingesetzt wird, dafür aber gar nicht gedacht gewesen sei. Als MS-Medikament habe es nie eine Zulassung gehabt, die Verwendung sei Ärzten aber erlaubt gewesen. Roches neues MS-Medikament habe nun jedoch eine offizielle Zulassung.

Krankenkassen sind laut „Kontraste“ deshalb verpflichtet, nur noch das neue Medikament zu erstatten: Damit steigen die Kosten pro Patient von 3000 auf 33.000 Euro – was eine Steigerung um zwei Milliarden Euro im Jahr bedeute. Für Roche ist das ein gutes Geschäft: Die seit Jahren erprobte Wirkung bleibt dieselbe, die Betroffenen müssen nun aber viel mehr dafür zahlen.





Druck des Pharmakonzerns

Roche selbst verteidigte sein neues Medikament gegenüber dem Magazin. Der neue Wirkstoff „Ocrelizumb“ sei für eine Langzeitanwendung bei MS wirksamer und verträglicher. Experten sehen jedoch keine Unterschiede zum alten Wirkstoff „Rituximab“. „Beide Wirkstoffe führen dazu, dass bestimmte Zellen im Blut ausgeschaltet werden“, erklärte der MS-Spezialist Bernhard Hemmer.

Schweden, in dem das alte Medikament ebenfalls sehr breit eingesetzt wird, handelt laut „Kontraste“ anders: Dort bleibt das bewährte Mittel erlaubt. Der Druck des Pharmakonzerns wurde abgeblockt. Das fordern Ärzte auch für Deutschland. In einer staatlichen Studie sollten die Wirkstoffe verglichen werden, um sich für den alten entscheiden zu können. Den Krankenkassen spare das Milliarden.

Der Streit um das MS-Medikament ist Donnerstagabend um 21.45 Uhr Thema im Politmagazin „Kontraste“ in der ARD.

 

 


Quelle: Focus



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