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Taiwan verbietet Einwegplastik – und zwar vollständig!

1 May 2020, 11:23

industrie





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Statistisch gesehen kippen wir Menschen etwa alle 60 Sekunden einen ganzen Müllwagen mit Plastikmüll in den Ozean, das sind 8 Millionen Tonnen Kunststoff pro Jahr. Taiwan steigt jetzt aus diesem verhängnisvollen Kreislauf aus und verbietet sämtliche Einwegplastikprodukte – für immer!




 

Das Komplettverbot kommt stufenweise bis 2030

D as flächendeckende Einweg-Plastikverbot in Taiwan soll stufenweise durchgeführt werden, sodass Geschäfte und Kunden sich in den nächsten Jahren allmählich daran gewöhnen können. Zuerst dürfen keine Plastiktüten, Strohhalme und Einwegbecher mehr in den Umlauf kommen; zu 2030 kommt dann das komplette Verbot für alles, was aus Kunststoff besteht und für den einmaligen Gebrauch konzipiert ist. Im Detail sieht es so aus, dass ab dem nächsten Jahr keine Plastikstrohhalme mehr in Restaurants herausgegeben werden dürfen, essbare Röhrchen oder Halme aus echtem Stroh wären aber erlaubt. 2020 folgt dann das Komplettverbot für die bunten Sauger in sämtlichen Gastronomiebetrieben. Einzelhändler, die ab 2020 noch Plastiktüten herausgeben, müssen dafür eine Gebühr berappen, die im Jahr 2025 deftig erhöht wird. 2030 soll es dann keine Einweg-Tragebeutel aus Kunststoff mehr geben.

 

In den USA landen jeden Tag 500 Millionen Trinkhalme im Müll

Lee Ying-yuan von der taiwanischen Umweltschutzbehörde meinte dazu: „Wir wollen bis 2030 ein generelles Verbot einführen, um Plastikmüll, der das Meer verschmutzt und sich bereits in der Nahrungskette der Menschen befindet und unserer Gesundheit schadet, deutlich zu reduzieren.“ Durstige Menschen in den USA verbrauchen Tag für Tag ungefähr 500 Millionen Plastik-Strohhalme: Das ist schon eine gewaltige Zahl! Wie viele Kunststoffröhrchen in Taiwan alle 24 Stunden im Müll landen, ist nicht bekannt, doch auch diese Menge wird sich durchaus sehenlassen können. Ab 2019 will Schottland sämtliche Trinkhalme aus Plastik verbieten, und auch in vielen anderen Staaten bewegt sich was. Die Müll-Lawine lässt sich womöglich auf diese Weise mit den Jahren stark reduzieren, doch danach ist wahrscheinlich noch jahrzehntelanges Aufräumen gefragt. 


Quelle: trendsderzukunft.de


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