change language     -        


Explosion in Beirut: Tausende Verletzte, mindestens 30 Tote

4 August 2020, 22:11

industrie





news_image

Beirut. In der libanesischen Hauptstadt Beirut hat sich am Dienstag eine schwere Explosion ereignet. Dabei sind dem Gesundheitsministerium zufolge mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 2500 Personen wurden durch die Detonation verletzt. Die Behörden sprechen von einer “enormen” Zerstörung. Die Krankenhäuser seien voll, es herrsche Chaos.


Eine Reporterin der Deutschen Presse-Agentur berichtete von einer starken Erschütterung im Zentrum und von großen Schäden. Durch die Wucht der Explosion, die sich am Hafen der Küstenstadt ereignete, gingen Fenster zu Bruch. Einige Straßen waren mit Trümmern und Glasscherben übersät.

Augenzeugen berichteten von Leichen auf den Straßen und Menschen, die unter Trümmern verborgen seien. Das Rote Kreuz war mit 30 Teams im Einsatz. Die Armee half, Verletzte in Krankenhäuser zu bringen. Bürger wurden aufgerufen, Blut zu spenden.

 

 

Beirut: Videos auf Twitter zeigen gewaltige Explosion

Mehrere Personen veröffentlichten auf Twitter Videos, die eine Rauchwolke zeigen gefolgt von einer heftigen Explosion. Ein Polizist sagte, die Schäden erstreckten sich kilometerweit. Kurz nach der Explosion fielen Telefon und Internet in der Stadt aus. „Wir saßen in unserem Wohnzimmer, und plötzlich fielen uns die Wand und Glas auf den Kopf“, sagte ein Anwohner namens Rumi. Große Teile des Hafens, der wenige Kilometer von der Innenstadt Beiruts entfernt liegt, wurden durch die Explosion zerstört.

 

 

Augenzeugen verbreiteten im Internet Fotos von zerstörten Fenstern an Wohnhäusern und Trümmern auf den Straßen. Der ARD-Korrespondent Björn Blaschke beschreibt die Situation so: “Gebäude in der Nähe des Hafens wurden komplett zerstört, Balkone von Häusern gerissen, Autos durch die Luft geschleudert.”

 

 

Ursache der Explosion in Beirut weiter unklar

Die Hintergründe blieben zunächst unklar. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete, am Hafen sei in einem Lagerhaus in der Nähe mehrerer Getreidespeicher Feuer ausgebrochen. Innenminister Mohammed Fahmi sagte, nach vorläufigen Informationen sei ein hochexplosives Material detoniert, das seit Jahren am Hafen gelagert wurde. Einigen Berichten zufolge ereignete sich die Explosion in einem Lager für Feuerwerkskörper.

 

Hinweise auf einen Anschlag oder einen politischen Hintergrund gab es zunächst nicht. Wenige Kilometer vom Ort der Explosion entfernt waren 2005 der damalige libanesische Ministerpräsident Rafik Hariri und 21 weitere Menschen bei einem Sprengstoffanschlag getötet worden. Die Residenz seines Sohnes, der frühere Ministerpräsident Saad Hariri, wurde bei der Explosion am Dienstag beschädigt.

 

Haffen-beirut

Beirut: Rauch steigt nach einer Explosion über einem zerstörten Gebäude auf. © Quelle: Hassan Ammar/AP/dpa

Auf Videoaufnahmen sind zunächst mehrere kleine Explosionen zu sehen, die an Feuerwerk erinnern, bevor es zur gewaltigen Explosion kam. Angesichts der Schwere der Explosion wurden dem “Guardian” zufolge im Libanon jedoch Zweifel laut, ob es sich wirklich “nur” um explodierendes Feuerwerk gehandelt haben könne.

„Unsere Gedanken sind bei den Menschen im Libanon“

An diesem Freitag will das UN-Libanon-Sondertribunal in Den Haag sein Urteil gegen vier Angeklagte in dem Fall von 2005 verkünden. Viele Libanon machen die Führung des Nachbarlandes Syrien für den Anschlag auf Hariri verantwortlich. Er hatte vor seinem Tod den Abzug der damals im Libanon stationierten syrischen Truppen verlangt.

„Wir haben keine Informationen darüber, was genau passiert ist und was der Auslöser war, ob es ein Unfall oder ein herbeigeführter Akt war“, sagte ein UN-Sprecher kurz nach der Tat am Dienstag in New York. „Zu diesem Zeitpunkt sind unsere Gedanken bei den Menschen im Libanon. Was auch immer passiert ist: Wir hoffen, dass der Schaden begrenzt ist und dass die Sicherheit des libanesischen Volkes garantiert ist.“

Regierungschef Hassan Diab erklärte den Mittwoch zum Tag landesweiter Trauer in Gedenken an die Opfer. Präsident Michel Aoun berief eine Dringlichkeitssitzung des Nationalen Verteidigungsrats ein.


Quelle: RND


Hat dir dieser Artikel gefallen? Dann teil ihn mit deinen Freunden.




Folgt uns um keinem Artikel mehr zu verpassen




news_image

Trauriger Rekord: Weltweit fast eine Million Tote vermeldet die US-amerikanische Johns Hopkins Universität. Die Zahl der im Zusammenhang mit Covid-19 Gestorbenen hat sich in den vergangenen drei Monaten verdoppelt. Der Ruf nach einem Impfstoff gegen das V

Read more

news_image

Bild-Chefredakteur Julian Reichelt nach reißerischer Berichterstattung über Kindermord in Solingen unter Druck. Hält Springer-Chef zu ihm?

Read more

news_image

Das EU-Parlament erkennt den belarussischen Präsidenten Lukaschenko nicht mehr an.

Read more

news_image

Für den 15. September war ein Besuch des russischen Außenministers in Berlin geplant. Zu besprechen gäbe es genug, aber Heiko Maas hat die vereinbarte Zeit für die persönliche Aussprache gekürzt. Daraufhin hat Lawrow den Besuch abgesagt, weil „das ursprün

Read more


allnews_image

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) könnte erstmals in Deutschland ausgebrochen sein. Der Verdachtsfall besteht bei einem Wildschwein im Landkreis Spree-Neiße.

Voir plus


allnews_image

Meine ersten Worte des Artikels lauten: "Schnallen Sie sich an, der Schock wird heftig".

Voir plus


allnews_image

Prämien für Pflegekräfte in Kliniken

Voir plus


allnews_image

Angebliche Vergiftung von Nawalny

Voir plus


allnews_image

Auch mit Statistiken lässt sich trefflich lügen. Es ist unredlich, aus der Zunahme der Neuinfektionen eine derart grosse Gesundheitsgefahr abzuleiten, wie das derzeit vonseiten der Politik und der Medien geschieht.

Voir plus


allnews_image

Auch mit Statistiken lässt sich trefflich lügen. Es ist unredlich, aus der Zunahme der Neuinfektionen eine derart grosse Gesundheitsgefahr abzuleiten, wie das derzeit vonseiten der Politik und der Medien geschieht.

Voir plus



allnews_image

Die Linke: Kampagne gegen friedenspolitischen Kurs der Partei. Linker Flügel sieht »Gründungskonsens« der Partei in Frage gestellt

Voir plus


allnews_image

Trotz der Offensive des türkischen Militärs in Syrien beliefern deutsche Rüstungsriesen den Nato-Partner weiter. Das sorgt für Kritik aus der Opposition.

Voir plus


allnews_image

Tausende Menschen haben in Mauritius gegen die Umweltpolitik der Regierung demonstriert. "Schämt Euch" stand auf Schildern. Es geht konkret um die Art, wie die Regierung mit dem Öltankerunglück vor Mauritius umgegangen ist und dass jetzt immer mehr tote D

Voir plus


allnews_image

Seit 2016 forscht Elon Musk mit seinem Neurotechnologie-Startup Neuralink an der Verbindung zwischen Computer und menschlicher Gehirne.

Voir plus


allnews_image

Wer anderen Schmerzen zufügt, leidet zumeist mit. Jedoch deutlich seltener, wenn die Person auf Befehl einer Autorität quält. Warum das so ist, zeigen Hirnscans.

Voir plus


allnews_image

Nordrhein-Westfalens Schüler können aufatmen. Das Land setzt die zum Teil heftig kritisierte Maskenpflicht im Unterricht für Kinder und Jugendliche an weiterführenden Schulen aus.

Voir plus


allnews_image

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich in der Bundespressekonferenz den Fragen von Journalistinnen und Journalisten gestellt. Es ging um die Corona-Pandemie, die Europäischen Union und um viele andere aktuelle Themen.

Voir plus


allnews_image

Washingtons Außenminister hetzt gegen Kommunistische Partei. US-Spionageflugzeug provoziert im Nordosten der Volksrepublik

Voir plus


allnews_image

Die geplante Demonstration gegen die Coronamaßnahmen am Wochenende in Berlin darf nicht stattfinden: Der Senat fürchtet, dass gegen Hygieneregeln verstoßen wird. Doch was wiegt höher: Infektionsschutz oder Versammlungsfreiheit? Ein Pro und Contra.

Voir plus


allnews_image

Wie infektiös sind Kinder? Die Wissenschaft forscht und hat erste Erkenntnisse.

Voir plus


allnews_image

Auch eine generelle Maskenpflicht am Arbeitsplatz wird diskutiert.

Voir plus


allnews_image

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) lehnt die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens anstelle des bestehenden Systems von Sozialleistungen ab. „Ich halte nichts von einem bedingungslosen Grundeinkommen“, sagte H

Voir plus


allnews_image

Ecowas-Diplomaten treffen in Mali auf die neuen Machthaber

Voir plus


allnews_image

In den USA ist es erneut zu Protesten gekommen, nachdem ein Schwarzer bei einem Polizeieinsatz schwer verletzt worden ist.

Voir plus




allnews_image

Hessen: Eltern, Lehrer und Bildungsgewerkschaft kritisieren Schulöffnung als planlos. Ein Gespräch mit Birgit Koch

Voir plus


allnews_image

Bundesregierung will Reisende aus Risikogebieten digital registrieren

Voir plus


allnews_image

Ein schwerer Sturm hat in Teilen Irlands Überschwemmungen verursacht und Hunderttausende Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten. Besonders betroffen waren der Süden und Westen des Landes, wie der irische Fernsehsender RTE am Donnerstag berichtete.

Voir plus


allnews_image

Waldbrände wüten in den Bergen von Santa Cruz

Voir plus


allnews_image

Petition für ein begrenztes bedingungsloses Grundeinkommen muss im Bundestag diskutiert werden

Voir plus