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Digitale Gesundheit: Warum Deutschland so schlecht abschneidet

February 9, 2019, 10:48 am

Type: Gesundheit

       




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Quelle Image:  Unbekannt

 

Deutsche Ärzte stehen digitalen Lösungen grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber. Das hat eine aktuelle Umfrage unter 2.300 Medizinern durch die DAK-Gesundheit und die ‚Ärzte Zeitung‘ ergeben. Digital Health-Anwendungen müssen allerdings einen nachweislichen Nutzen bringen, wie etwa Diagnosen erleichtern, Praxisabläufe optimieren oder wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen. So halten beispielsweise rund 80 Prozent der Mediziner Videosprechstunden und Online-Coachings für nützliche Ansätze. Allerdings kommen solche Lösungen im deutschen Praxis-Alltag bisher kaum zur Anwendung, wie der Digitalisierungsreport 2019 DAK betont.


 

Zu dem Schluss kommt auch eine internationale Vergleichsstudie der Bertelsmann-Stiftung, die Deutschland beim Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen nur auf Rang 16 von 17 untersuchten Ländern einordnet. Führend sind dagegen Estland, Kanada, Dänemark, Israel und Spanien. In diesen Ländern sind digitale Technologien längst Alltag in Praxen und Kliniken:  Rezepte werden digital übermittelt und wichtige Gesundheitsdaten in elektronischen Akten gespeichert, damit Ärzte und Kliniken direkt darauf zugreifen können. Vielerorts können Bürger Untersuchungsergebnisse oder Medikationspläne online einsehen und Telemedizin ist selbstverständlicher Teil der Gesundheitsversorgung.





Aus dem Ländervergleich leiten die Autoren auch Empfehlungen für Deutschland ab. Voraussetzungen für eine erfolgreiche digitale Transformation im Gesundheitswesen seien Entschlossenheit und Gestaltungswillen seitens der Politik und eine pragmatische, schrittweise Umsetzung, die sich von Verbesserungen der Versorgung und Effizienzgewinnen leiten lässt. Gleichzeitig müsse man sich um breite Akzeptanz bei Ärzten und Patienten bemühen und diese als Nutzer systematisch einbeziehen. Das alles klingt eigentlich fast schon zu selbstverständlich, um es eigens zu betonen. Leider scheitern wir hierzulande häufiger an vermeintlichen Banalitäten.


Quelle: Linkedin



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