change language     -        


Bundeswehr sieht Schuld für "Tiger"-Absturz bei Airbus

December 13, 2018, 3:45 pm

Type: Politik

       




news_image

Quelle Image: picture alliance / Britta Peders

Der tödliche Absturz eines "Tiger"-Hubschraubers der Bundeswehr im Sommer 2017 in Mali soll maßgeblich durch einen Techniker-Fehler des Herstellers Airbus ausgelöst worden sein. Diese sollen den Hauptrotor falsch eingestellt haben. Dies geht nach SPIEGEL-Informationen aus einem Untersuchungsbericht der Bundeswehr hervor.

Laut dem 95-seitigen Bericht vom 7. Dezember war die falsche Anstellung der Rotorblätter letztlich dafür verantwortlich, dass der Helikopter mit zwei Piloten bei etwa 135 Knoten (rund 250 Kilometer pro Stunde) in einer Höhe von etwa 550 Metern völlig unerwartet nach vorne kippte und mit fast 180 Knoten (rund 333 Kilometer pro Stunde) gen Boden raste.

 

Die Crew konnte den Sturzflug nicht mehr korrigieren

Der Unfall ereignete sich auf einem Flug zu einem Einsatz für die Uno. Laut dem Bericht war die "fehlerhafte Nivellierung" des Rotorkopfs die Hauptursache für den Absturz. In der Folge sei es zu einer "Fehleinstellung der Hauptrotorsteuerung" gekommen, die "im Endergebnis zum Abkippen und zur Zerstörung des Hubschraubers führte".




 

Vereinfacht gesagt habe die falsche Einstellung am Unglückstag eine extreme Flugsituation erzeugt, daraufhin habe der Autopilot den Flieger erst nach unten gesteuert und sich dann abgeschaltet. Die Crew konnte den Sturzflug nicht mehr korrigieren.

Wörtlich heißt es in dem Bericht, die Hauptrotorsteuerung des Hubschraubers sei bereits im Mai 2016 "vom Personal des Herstellers", konkret von drei Airbus-Technikern, beim sogenannten Rigging "falsch eingestellt" worden. Dies sei ein "direkt wirkender Faktor" für den späteren Absturz.

Laut den Recherchen der Bundeswehr hatten die Airbus-Techniker ihre "vorgegebene Ausbildung noch nicht abgeschlossen" und verfügten nicht "über die erforderliche Qualifikation zur Durchführung bzw. der Abnahme der Einstellarbeiten an der Hauptrotor-Steuerung".

Diese Arbeiten aber, so der Report, "hätten unter Anleitung von erfahrenem Personal durchgeführt werden müssen".

 

Die Crew hatte keine Chance

Die Crew, zwei sehr erfahrene Piloten der Bundeswehr, hatten laut dem Bericht bei dem Crash keine Chance. Der Untersuchung zufolge hatten sie während des Autopilot-Flugs die Hände nicht an den Steuerhebeln. Nach dem völlig unerwarteten Abkippen aber wirkten die G-Kräfte so stark, das sie den Hubschrauber nicht mehr hätten stabilisieren können. Dass sie dies nicht schafften, wertet der Bericht als "nicht wirkenden Faktor".

An dem Tag im Juli 2017 waren zwei "Tiger" von der Uno für eine Mission angefordert worden, da sich nahe der Ortschaft Tabankort rund 150 Kilometer nördlich von Gao Gefechte abspielten. Der Absturz ereignete sich allerdings schon nach etwa 70 Kilometer Flug gegen 12 Uhr 20 Ortszeit, lange bevor die Rotte von zwei Helikoptern das Zielgebiet erreicht hatte.

Die Bundeswehr hatte nach dem Unglück die Benutzung des Autopiloten für alle "Tiger" bereits massiv eingeschränkt und Beschränkungen für Höhe und Tempo erlassen. Airbus gab seinerseits eine Warnmeldung heraus, laut dieser müssen die Piloten auch beim automatisierten Flug beide Hände am Steuer behalten, um jederzeit reagieren zu können.

 




 

Bundeswehr räumt Fehler ein

Trotz der klaren Schuldzuweisung in Richtung Airbus räumt die Bundeswehr in dem Untersuchungsbericht auch eigene Fehler ein. So seien Techniker, die die Helikopter nach der Lieferung durch die Industrie untersuchen müssen, noch nicht ausreichend für die fordernde Aufgabe ausgebildet gewesen.

Offenbar hatten die Bundeswehr-Techniker zwar die Papiere des später verunglückten Helikopters korrekt geprüft, kannten aber die technische Methode, die Airbus für die Rotoreinstellung eingesetzt hatte, nicht. Zudem sei eine erste Meldung über Flugauffälligkeiten an dem Unglückshubschrauber nicht ernst genug genommen worden. Die Bundeswehrexperten kommen trotzdem zu dem Urteil, dass dieser Mangel nicht direkt für den Absturz verantwortlich war.

Für die Angehörigen der beiden Piloten endet mit dem Bericht eine quälende Zeit der Ungewissheit. Noch vor den Abgeordneten hatte sie Peter Clement, der derzeit den Posten des General Flugsicherheit innehat, über die komplizierten Ergebnisse seiner Recherchen informiert.

Ob Airbus die klare Schuldzuweisung akzeptiert, ist unklar. Der Hersteller des "Tiger", der auch für andere europäische Armeen im Einsatz ist, hatte bei der Untersuchung kooperiert, war aber nicht an der Bewertung der Ergebnisse beteiligt.

 


Quelle: Spiegel



allnews_image

Wegen der umstrittenen Geschäfte der US-Tochter Monsanto ist der deutsche Pharma- und Chemieriese Bayer in Amerika mit Tausenden Klagen konfrontiert. Nun beginnt der zweite Prozess - für den Leverkusener Dax-Konzern steht viel auf dem Spiel.

Voir plus


allnews_image

Gerade erst hat die Anti-Missbrauchskonferenz im Vatikan ihre Pforten geschlossen, da verkündet die australische Justiz, dass einer der ranghöchsten vatikanischen Kardinäle wegen Missbrauchs verurteilt wurde. Der Schuldspruch gegen Kardinal Pell erging be

Voir plus


allnews_image

US-Präsident Donald Trump versucht, die nationale Wirtschaft mittels Strafzöllen zu schützen, und hat dabei vor allem China im Blick. Die Ergebnisse sind widersprüchlich. Eine vorläufige Bilanz des Handelskrieges

Voir plus



allnews_image

Klammheimlich, ohne große Fanfare, hat das US-amerikanische Vaccine Injury Compensations Program (VICP) eingeräumt, dass Impfstoffe Autismus verursachen.

Voir plus


allnews_image

Wissenschaftler fanden den Wal mehrere Kilometer entfernt von der Küste.

Voir plus


allnews_image

Tumulte im Gericht, Entsetzensschreie, rausgeschleifte Zuhörer: Die junge Hambach-Aktivistin Eule wird zu neun Monaten Jugendhaft verurteilt.

Voir plus


allnews_image

Schwermetalle und Toxine nehmen wir jeden Tag über die Nahrung, durch die Luft und durch das Wasser auf. Deshalb ist es wichtig den Körper von Zeit zu Zeit zu entgiften. Gerade nach Impfungen muss man den Körper reinigen.

Voir plus


allnews_image

„Verschwörungstheorie“ oder „Verschwörungstatsache“? Die Rede ist von sogenannten Chemtrails – es könnten aber auch nur Kondensstreifen von Flugzeugen sein. Aber warum sind sie so dicht beieinander, in Gitterformation und lösen sich nur sehr langsam auf?

Voir plus


allnews_image

Kommt der RFID Chip bald für alle? Nicholas Rockefeller soll einst gesagt haben: „Das Ziel der Agenda ist, eine Weltregierung zu schaffen und jedem Bürger einen RFID-Chip zu implantieren“. Vor Jahren wurde diese Aussage noch als Verschwörungstheorie oder

Voir plus


allnews_image

Die dänische Zubehörschmiede Ceramic Speed hat ein grundlegend neues Antriebskonzept für Fahrräder präsentiert. Es könnte der Antrieb von morgen werden.

Voir plus


allnews_image

Wir haben schon einige Alternativen zu herkömmlichen Shampoos ausprobiert. Ein Umstieg auf natürliche Haarpflege lohnt sich jeden Fall, denn handelsübliche Haarwaschmittel sind voller chemischer Zusätze. Was auf den ersten Blick gut aussieht, ist jedoch v

Voir plus


allnews_image

Die Wasseroberfläche des Kanals in der Nähe von Nitesh Kumars Haus im Bezirk Rani Garden in der Indischen Hauptstadt Neu-Delhi ist überzogen von Plastikmüll. Das Wasser verschwindet unter einer Decke aus Kunststoffabfällen, die den Kanal in eine Müllhalde

Voir plus


allnews_image

Den Bleistift-Stummel einfach in den Müll werfen? Nicht mit den Stiften von Sprout, aus denen Kräuter wachsen. Das Start-up will ein Zeichen gegen die Wegwerfkultur setzen – und ebenfalls ganz aus eigener Kraft wachsen.

Voir plus




allnews_image

Drinks und Joghurts mit Bakterien sollen die Darmflora unterstützen. Doch die Präparate können krank machen, warnen Forscher.

Voir plus


allnews_image

Kokosöl, Avocadoöl, Arganöl – längst haben wir uns an die Wirkung der natürlichen Superöle gewöhnt, da scheint ein neues allen anderen die Show zu stehlen: Hanföl, das natürliche Beauty-Highlight für schöne, gesunde und straffe Haut.

Voir plus


allnews_image

Er könnte für die seltsamen Bahnen entlegener Himmelskörper unseres Sonnensystems verantwortlich sein, heißt es. Doch für die Existenz des sogenannten Planeten 9 fehlen bisher handfeste Beweise. Nun sagt ein Astronomenteam: Es muss diesen mysteriösen Auße

Voir plus


allnews_image

Hummeln sind die besseren Drohnen: Im Vergleich sind die Insekten schneller und sparsamer als Maschinen mit Propellern. Ein ganzer Schwarm von ihnen könnte Jobs in der Landwirtschaft bekommen.

Voir plus


allnews_image

L’ONG Transports et Environnement et le cercle de réflexion Farm Europe dénoncent la proposition de la Commission européenne concernant l’utilisation de l’huile de palme dans les biocarburants.

Voir plus