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„Der Kampf ums Erdgas wird härter“

January 23, 2019, 6:38 pm

Type: industrie

       




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Quelle Image:  Protest in Israel gegen den Bau einer Raffinerie-Anlage auf See (Sebastian Engelbrecht)

 

Hochrechnungen zufolge reichen die Reserven noch für 64 Jahre. Die Förderfirmen versprechen sich höhere Rendite.

 

 

Millionen von Jahren lag es unter dichten Gesteinsschichten verborgen. Erst vor etwas mehr als 150 Jahren wurde überhaupt das erste Erdgas entdeckt. Und doch sind sich die meisten Experten schon heute einig: Die Förderung ist ein Spiel auf Zeit.

Nach Angaben der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffebetrug der Anteil der weltweit bekannten konventionellen Erdgasreserven Ende 2005 rund 179 059 Milliarden Kubikmeter. Das reicht nach aktuellen Hochrechnungen noch für 64 Jahre. Nimmt man die Ressourcen, sprich die noch unentdeckten Vorkommen, hinzu, kommen die Experten auf 149 Jahre.

„Der Kampf ums Erdgas wird härter“, sagte der Experte Werner Zittel von der Ludwig Bölkow Systemtechnik, einer Beratungsfirma für Energiefragen. Denn einerseits steige der Bedarf stetig. In den vergangenen zehn Jahren hat der Welterdgasverbrauch jährlich um 2,6 Prozent zugenommen. Andererseits gestalte sich die Förderung als zunehmend schwierig. Selbst in Norwegen, wo noch vergleichsweise große Reserven vorhanden sind, sei man beim neuen Ormen-Lange-Gasfeld bis in die Polarregion in 1000 Meter Wassertiefe vorgedrungen. „Die weltweite Erdgasförderung dürfte um das Jahr 2020 ihren Höhepunkt erreichen“, sagt Zittel.

 





Doch der erhöhte Aufwand und das größere Risiko haben für die Konzerne auch einen angenehmen Nebeneffekt: hohe Rendite. „Wenn das Gas knapp wird, wird der Preis steigen“, ist sich Zittel sicher. Und so drängen neben Energieriesen wie TotalConoco Phillips oder den deutschen Branchengrößen Eon Ruhrgas und der BASF-Tochter Wintershall auch zunehmend kleinere Unternehmen auf den Fördermarkt. Einer dieser Firmen ist der größte ostdeutsche Erdgas-Importeur, die Verbundnetz Gas AG (VNG) in Leipzig. Das Unternehmen, an dem der Oldenburger Versorger EWE 47,9 Prozent der Anteile hält, will vom reinen Händler (Marktanteil in Deutschland: 15 bis 16 Prozent) zum Produzenten werden.

In den vergangenen Wochen hat die 2006 eigens für das Projekt gegründete Tochter VNG Norge mit Sitz im norwegischen Stavanger die ersten vier Lizenzen als Juniorpartner der Konzerne Total und Endeavour Energy Norge erworben. „Vielleicht ein wenig spät, aber nicht zu spät“, glaubt VNG-Chef Klaus-Ewald Holst. Die Lizenzen berechtigen zur Erkundung und Förderung von Erdgas in einem abgegrenzten Planquadrat der Nordsee.

 

Doch bis dann tatsächlich Gas nach Deutschland fließt, brauchen die Leipziger einen langen Atem, eine gewisse Risikobereitschaft und viel Geld. Holst rechnet damit, dass 2008/09 mit den ersten Bohrungen begonnen werden kann, das erste Gas soll dann 2015/16 über die Verteilerstation in Emden nach Deutschland fließen.





Eine Garantie dafür gibt es nicht. „Wir sind zwar optimistisch, dass wir in unserem Lizenzgebiet Gas finden werden, doch sicher ist das nicht“, sagt Holst. Dabei will jede Bohrung gut überlegt sein, denn sie kostet 60 bis 70 Millionen Euro.

Rund ein Dutzend Lizenzen will VNG in den nächsten Jahren erwerben. Hohe dreistellige Millionenbeträge seien für Erkundung und Förderung dann insgesamt notwendig. Investitionen, sie sich – so die Hoffnung von VNG – auch zweierlei Gründen lohnen werden. Zum einen setzt man auf gute Rendite von 12 bis 20 Prozent, zum anderen will man sich unabhängiger vom Hauptlieferanten Russland machen (Anteil: 44 Prozent, Norwegen: 28, Deutschland: 28). Einen Eigenanteil von zehn Prozent strebt die EWE-Beteiligung an. „Wir hoffen, in zehn Jahren sagen zu können, ja das war richtig“, sagt Holst. Es ist ein Spiel auf Zeit.

 

 

 


Quelle: NWZ Online



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